Naturnahe Kommunen und Gewerbeflächen

Die Integration von mehr Natur in das direkte Lebensumfeld der Menschen ist ein wesentlicher Baustein moderner Stadtentwicklung. Im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) stehen deshalb insbesondere der Ausbau grüner Infrastrukturen und eine nachhaltige, wassersensible Stadtplanung im Mittelpunkt. Ziel ist es, natürliche Elemente im urbanen Raum gezielt zu stärken und langfristig zu sichern – unter Mitwirkung von Kommunen und der Wirtschaft.

Grünflächen wie naturnahe Parkanlagen, bepflanzte Straßenzüge und städtische Waldflächen tragen erheblich dazu bei, die Lebensqualität in Städten zu erhöhen. Sie wirken temperaturausgleichend, verbessern die Luft und speichern Kohlenstoff. Gleichzeitig schaffen sie attraktive Rückzugs- und Erholungsräume für die Bevölkerung, vor allem in dicht bebauten und stark versiegelten Stadtteilen. Damit sind naturnahe Stadtstrukturen ein wichtiger Bestandteil, um Städte widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu machen.

Wie lassen sich Städte, Gemeinden und Verkehrswege naturnäher gestalten?

Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz fördert Städte und Gemeinden bei der Umsetzung vielfältiger Maßnahmen für mehr Natur im urbanen Raum. Dazu zählen unter anderem die Einführung naturnaher Pflegekonzepte für Grünflächen, die Pflanzung von Bäumen, die Entwicklung kleiner Naturflächen sowie die Entsiegelung bislang versiegelter Areale.

Neben einzelnen Kommunen können auch Kooperationen zwischen mehreren Gemeinden sowie öffentlich-rechtliche Körperschaften – beispielsweise kirchliche Einrichtungen, sofern sie nicht dem Bund oder den Ländern angehören – Unterstützung durch das Programm erhalten. Ergänzend bietet das Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz umfassende Informations- und Beratungsleistungen, um die Umsetzung geeigneter Maßnahmen zu erleichtern.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es über das ANK?

Für Maßnahmen des natürlichen Klimaschutzes in Kommunen bestehen aktuell (bis Ende 2027) verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen des Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK). Gefördert werden insbesondere investive Maßnahmen zur Stärkung natürlicher Kohlenstoffsenken, wie die Aufwertung von Grünflächen, die Pflanzung von Bäumen oder die Entsiegelung von Flächen, sowie konzeptionelle und personelle Unterstützung zur Umsetzung vor Ort (Förderrichtlinie NKK 444 „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“). Ziel ist es, Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität in Städten und Gemeinden nachhaltig zu stärken.