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Naturnaher Wasserhaushalt mit lebendigen Flüssen, Seen und Auen
Wasser ist eine zentrale Grundlage für wirksamen natürlichen Klimaschutz. Denn wenn Moore, Wälder und Böden austrocknen, verlieren sie ihre Fähigkeit, Kohlenstoff langfristig zu speichern. Angesichts zunehmender Wetterextreme wie längerer Dürreperioden und intensiver Starkregenereignisse wird ein stabiler Wasserhaushalt immer wichtiger. Entscheidend ist dabei die Fähigkeit von Landschaften, Wasser aufzunehmen, zu speichern und bei Bedarf wieder abzugeben.
Naturnahe und vielfältige Flüsse und Seen leisten zudem einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt. Gemeinsam mit ihren Auen bilden Fließgewässer wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig übernehmen Auen eine natürliche Filterfunktion, indem sie Oberflächenwasser reinigen und in der Landschaft zurückhalten. Als natürliche Rückhalteräume tragen sie außerdem wesentlich zum vorbeugenden Hochwasserschutz bei.
Auch in Städten spielen Gewässer eine wichtige Rolle: Als Teil der „blauen Infrastruktur“ fördern Flüsse und Seen die Verdunstung und sorgen so für eine spürbare Abkühlung. Gleichzeitig unterstützen sie die Luftzirkulation und tragen damit zu einem angenehmeren Stadtklima bei.
Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) stellt gezielt Fördermittel bereit, um den naturnahen Wasserhaushalt in Deutschland zu stärken. Dazu gehören sowohl Maßnahmen zur Wiederherstellung von Flüssen, Seen und Auen als auch Ansätze, die den Wasserrückhalt in der Landschaft verbessern und langfristig sichern.
Welche Maßnahmen stärken den naturnahen Wasserhaushalt?
Ein stabiler, naturnaher Wasserhaushalt ist eine zentrale Voraussetzung für wirksamen natürlichen Klimaschutz. Gleichzeitig erfordert der Klimawandel eine Weiterentwicklung der bestehenden wasserwirtschaftlichen Strukturen, um besser auf zunehmende Extremwetterereignisse reagieren zu können.
Um diese Ziele zu erreichen, braucht es vielfältige Maßnahmen: Dazu zählen etwa die Wiederanbindung von Flussauen sowie die Förderung natürlicher Entwicklungsprozesse von Gewässern. Auch eine angepasste, bodenschonende Bewirtschaftung leistet einen wichtigen Beitrag, indem sie die Versickerung von Wasser in der Fläche verbessert und den Eintrag von Nährstoffen und Schadstoffen in Gewässer reduziert. In urbanen Räumen gewinnt zudem die sogenannte „blaue Infrastruktur“ an Bedeutung, die durch Wasserflächen und Verdunstungseffekte zur Abkühlung während Hitzeperioden beiträgt.
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